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Guten Tag

In verschiedenen Bereichen wurden im Kanton Luzern mit den Projekten "Schule mit Profil" und "Schule mit Zukunft" gute und zukunftsweisende Entwicklungen ausgelöst, die für eine zeitgemässe Schule in einer sich ständig wandelnden Gesellschaft notwendig wurden.
 

Auf der Volksschuloberstufe will das Bildungsdepartement jedoch seit ein paar Jahren ohne eine klare, pädagogisch erklärbare und transpartente Strategie das bewährte GSS-Modell (Getrennte Sekundarschule) abschaffen. Begründet wird die Reduktion der Modelle mit einer Vereinfachung für die Abnehmer (Lehrbetriebe). Dies stimmt in der Praxis nicht! Zudem wird die Kostenwahrheit verschwiegen.

Mit den heutigen Entwicklungstendenzen wird auf der Sekundarstufe 1 "schleichend" und "versteckt" eine "2-Klassen-Gesellschaft" geschaffen:
- Sek 1 Gymnasium: Homogener Schnellzug für die Starken der Niveaus A und A+
- Sek 1 Volksschule: Integrativ-kooperativer Mix aus den Niveaus A+ bis E (Sch. mit IS)
Verlierer sind dabei die Volksschuloberstufen und die Berufsschulen/Lehrbetriebe. Der Zulauf ans Untergymnasium nimmt so unverhältnismässig zu. Gleichzeitig sinkt aber auch die Qualität.


Bekannte Bildungswissenschaftler (u.a. John Hattie) und auch der renommierte Schweizer Kinderarzt Remo Largo betonen in ihren Büchern, dass im Alter der Pubertät die Beziehung zwischen den Lehrpersonen und den Jugendlichen sehr wichtig ist! Also muss es das Ziel sein, dass Jugendliche möglichst wenige Bezugspersonen haben (vgl. Menü Literatur)! Dieses Ziel kann an einer mittleren oder grossen Oberstufe mit einem ISS-Modell (integrierte Sekundarschule) nicht erreicht werden. Die Vorteile einer getrennten Sekundarschule (Modell GSS) überwiegen.


Kernpunkt meiner bildungspolitischen Gedanken bilden zwei Forderungen:

 

1. Eine mfassende und transparente Strukturdiskussion auf der gesamten Sekundarstufe 1 (Volksschule und Untergymnasium), bevor flächendeckend und "von oben" befohlen an allen Volksschuloberstufen ISS- und KSS-Modelle eingeführt werden müssen.
Das Langzeitgymnasium darf dabei im Kanton Luzern kein Tabu sein! Es muss in Frage gestellt werden.

2. Es herrscht im Moment in technischen und handwerklichen Berufen ein Fachkräftemangel. Ein entscheidender Faktor dabei ist das Modell 3/5 des Fremdsprachenunterrichts. Die Primarschule ist zu sprachlastig. Sie diskriminiert. Deshalb sollte an der Primarschule "eine Fremdsprache" unterrichtet und die Mathematik sowie andere Grundlagenfächer (Deutsch, technisches Gestalten) intensiver gefördert werden! 


Weitere Informationen zu verschiedenen bildungspolitsichen Fragen befinden sich in den entsprechenden Menüs. Besten Dank für Ihr Interesse.

Mathias Kunz

Sekundarlehrer, Willisau

Mail: mathias.kunz(at)vwil.ch

 

Schulstrukturen auf der Sekundarstufe 1: Eine Diskussion ist notwendig!
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Flyer: Volksinitiative "Eine Fremdsprache auf der Primarstufe"
Im August 2013 formierte sich ein überparteiliches Komitee für diese Initiative. Im September 2017 kam es zur Abstimmung im Kanton Luzern.
Flyer_Fremdspracheninitiative_2017.pdf
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